Dehnungsstreifen Behandlungsmöglichkeiten

Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen treten nicht nur in der Schwangerschaft auf, wenn die Haut bis auf das Äußerste gespannt wird. Auch durch einen übermäßigen Muskelaufbau kann das Bindegewebe reißen. Zudem können sich durch extremes Übergewicht die unschönen Streifen an Bauch, Oberschenkeln und Oberarmen zeigen. Als Behandlungsmöglichkeiten kommen verschiedene Methoden in Betracht.

Behandlung mit Cremes

Die verschiedenen Cremes, die im Handel erhältlich sind und die gegen Dehnungsstreifen helfen sollen, beinhalten in erster Linie einen hohen Anteil an Vitamin A. Dieses Vitamin, das in Form des besser verträglichen Retinols auch im Kampf gegen Falten eingesetzt wird, soll die Rückbildung der Narben, die Dehnungsstreifen nun einmal sind, begünstigen. Beachtet werden muss dabei allerdings, dass Narben kein intaktes Hautgewebe darstellen und die Haut hier ihre Fähigkeit verloren hat, sich normal zu regenerieren. Es kann mit solchen Cremes daher allenfalls eine Milderung des optischen Zustandes erreicht werden, wobei Dehnungsstreifen im Laufe der Zeit ohnehin von Bläulich zu Weiß verblassen und bei vielen Menschen lediglich im Sommer aufgrund der eingeschränkten Pigmentierfähigkeit der Haut erkennbar sind.

Mesotherapie

Schulmedizinisch nicht anerkannt, jedoch von vielen Heilpraktikern als erfolgreiche Methode gefeiert ist die Mesotherapie. Dabei wird eine Mischung aus Mineralien und Vitaminen unter die betroffenen Hautareale gespritzt. Die Injektionen erfolgen direkt an den zu behandelnden Stellen. Die Mischung in der Flüssigkeit soll die Haut dazu anregen, sich zu regenerieren. Erste Erfolge werden damit tatsächlich erzielt, obgleich auch hier gesagt werden muss, dass die Streifen zwar verblassen, jedoch nicht gänzlich verschwinden. Die Mesotherapie wird auch als Mesolift bezeichnet.

Dermabrasion

Viele Dermatologen bieten die Mikrodermabrasion an. Dabei wird mit Hilfe von chemischen Substanzen ein Peeling der obersten Hautschichten erreicht. Diese Methode ist bei nicht zu stark ausgeprägten Dehnungsstreifen tatsächlich sehr erfolgreich, wird doch die gesamte oberste Hautschicht flächig abgetragen und muss sich neu bilden. Im Zuge der kompletten Neubildung der Haut wirkt diese ebenmäßiger und glatter. Sind Dehnungsstreifen sehr stark verfärbt, deutet das auf tiefe Risse im Bindegewebe hin. Diese können auch mit der Dermabrasion nicht vollständig entfernt werden, liegen die Hautareale doch einfach zu weit von der Oberfläche entfernt.
Die Dermabrasion kann mit chemischen oder mit mechanischen Peelings vorgenommen werden. Wichtig ist die fachkundige Durchführung, da es sonst leicht zu Vernarbungen kommen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn das Peeling zu tiefe Hautschichten erreicht.

Laser

Auch verschiedene Lasermethoden können bei der Behandlung von Dehnungsstreifen in Betracht gezogen werden. Bei der fraktionalen Lasertherapie werden die betroffenen Hautbereiche mit einem Impulslicht bestrahlt, welches über eine sehr hohe Energie verfügt. Vor der Behandlung wird ein Muster festgelegt, damit wird also kein flächiger Hautbereich behandelt. Die Dehnungsstreifen verblassen durch die Behandlung und sind so weniger auffällig. Gänzlich verschwunden sind sie damit aber nicht. Der Laser kann sehr gezielt eingesetzt werden, was einer seiner größten Vorteile ist.

Operative Methoden

Teilweise können Dehnungsstreifen entfernt werden, wenn eine Hautstraffung operativ durchgeführt wird. Werden dabei die erschlafften Hautteile entfernt, können teilweise auch Dehnungsstreifen entfernt werden. Die Narben nach einer solchen Hautstraffung werden heute häufig mit dem Laser behandelt, mit dem auch die noch verbliebenen Dehnungsstreifen beleuchtet werden können. Damit ergibt sich eine allgemeine Verbesserung des Hautbildes.

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