Vorzeitiger Samenerguss – Wenn Mann zu früh ist

Vorzeitiger Samenerguss

Die vorzeitige Ejakulation beschreibt eine sexuelle Funktionsstörung des Mannes. Bei der vorzeitigen Ejakulation kommt es bereits vor oder kurz nach dem Eindringen in die Vagina zum Samenerguss. Der Mann ist nicht in der Lage, die Ejakulation heraus zu zögern oder zu steuern. Männer und Paare, die mit dem Problem des vorzeitigen Samenergusses konfrontiert werden, leiden meist sehr darunter.

Geschichtliches

Bereits 1917 wurde das Krankheitsbild der vorzeitigen Ejakulation in medizinischen Fachblättern beschrieben, aber erst ab den 1970 wurde das Krankheitsbild „gesellschaftsfähig“. Fortan wurden Therapien entwickelt, um betroffenen Männern zu helfen. Zahlreiche paar- und einzeltherapeutische Verfahren und Medikamente stehen mittlerweile zur Unterstützung betroffener Männer zur Verfügung.

Warum ist eine vorzeitige Ejakulation behandlungsbedürftig?

Sexuelle Funktionsstörungen belasten die Betroffenen meist sehr. Nicht selten vermeiden betroffene Männer jegliche Sexualkontakte, um sich der vermeintlichen Peinlichkeit eines vorzeitigen Samenergusses nicht aussetzen zu müssen. Die psychische Belastung kann bis zur Ausbildung von Depressionen führen. Treten sexuelle Funktionsstörungen innerhalb einer Paarbeziehung auf, belasten sie diese ebenfalls meist schwer; Trennungen sind nicht selten die Folge. Es steht daher außer Frage, dass Männer, die regelmäßig vorzeitig ejakulieren und die darunter leiden, behandelt werden müssen.
Möchte das Paar ein Kind zeugen, ist ein Samenerguss, der regelmäßig vor dem Eindringen in die Vagina stattfindet, nicht angezeigt. Zwar ist auch dann eine Schwangerschaft nicht gänzlich ausgeschlossen, eine vorzeitige Ejakulation vor dem eigentlichen Zeugungsakt mindert jedoch die Wahrscheinlichkeit ungemein.

Paar- und einzeltherapeutische Maßnahmen

Ziel von therapeutischen Maßnahmen soll es sein, dem psychischen Grund des vorzeitigen Samenergusses auf die Spur zu kommen. Oftmals können Spannungen innerhalb einer Paarbeziehung oder auch traumatische Erlebnisse des Mannes dazu führen, dass sexuelle Funktionsstörungen auftreten. Diese werden mit Gesprächen und Übungen im Rahmen einer Therapie gelöst und damit das Problem des vorzeitigen Samenergusses behoben.

Priligy – ein Medikament zur Verhinderung des vorzeitigen Samenergusses

Vorzeitiger Samenerguss - Priligy Generika

Ein Medikament, das Männern zuverlässig beim Herauszögern der Ejakulation unterstützen kann, ist Priligy. Priligy besteht aus dem aktiven Wirkstoff Dapoxetin (Hydrochlorid).

Priligy Generika wird oral eingenommen. Etwa ein bis drei Stunden vor dem Sexualkontakt kann der Mann eine Filmtablette einnehmen. Erfolgt die Einnahme auf nüchternen Magen, so tritt die Wirkung etwas schneller ein als wenn vor der Einnahme etwas gegessen wurde. Dennoch ist es magenschonender, vorher zu essen. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei einer Tablette mit 30 mg. In Einzelfällen kann der Arzt auch die Einnahme von 2 Tabletten empfehlen. rPiligy darf nur von Männern zwischen dem 18. und dem 65. Lebensjahr eingenommen werden.

Da Priligy verschreibungspflichtig ist, ist ein vorheriger Gang zum Arzt notwendig. Der Arzt wird unabhängig von der Verschreibung von Priligy umfangreiche diagnostische Methoden anwenden, um herauszufinden, warum der Mann unter einer sexuellen Funktionsstörung leidet. Priligy Generika ist nicht frei von Nebenwirkungen. Auf eine Einnahme sollte unbedingt verzichtet bzw. die Behandlung mit Priligy sollte sofort abgebrochen werden, wenn der Patient nach der Einnahme starke Stimmungsschwankungen an sich feststellt, er in Ohnmacht fällt oder epileptische Anfälle hat. Auch wer unter niedrigem Blutdruck leidet oder zu sonstigen Krampfanfällen neigt, sollte kein Priligy einnehmen.

Priligy sollte nicht zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen werden. Dazu zählen etwa verschiedene Psychopharmaka z.B. zur Behandlung von Depressionen.